„Gegenteiltag“

Das gibt’s ja öfter, dass man denkt, die Pferde hätten einfach mal beschlossen, dass heute Gegenteiltag ist. Da wird einem einfach immer genau das Gegenteil von dem angeboten, wonach man eigentlich gefragt hat.

Aber heute machen wir das mal andersrum. Heute machen wir Gegenteiltag! Wobei ich, wenn ich gestehe, ziemlich oft für meine Pferde einen Gegenteiltag mache. Mit einer Cowhorse Stute geht’s fast nicht anders 😂🤷🏼‍♀️

Aber nun zum eigentlichen Thema! Den Übergängen! Im Video zeige ich Euch EINE Möglichkeit am Angaloppieren zu arbeiten. Viele Pferde neigen dazu, bereits bei der Vorbereitung zum Galopp, schneller zu werden oder den Kopf hoch zu nehmen.
Prinzipiell ist das ganz normales Verhalten. Das Pferd ist Energiesparer, wenn es nun also merkt, es wird bald angaloppiert, holt man eben Schwung. Und da das Pferd ohne Reiter, sich problemlos über das Genick ausbalanciert, versucht es das halt auch mit Gewicht auf dem Rücken, bzw. dann erst recht. 

Vorsicht: nur bedingt für Jungpferde anwendbar!
Wie ich nun vorgehe:
1. Ich lege den äußeren Schenkel zurück und frage nach leichter Innenbiegung
2. Sobald das Pferd schneller wird - GEGENTEILTAG: Dh ich pariere durch, bleibe aber in der Biegung. Also bleibt mein äußerer Schenkel hinten, bis es sich entspannt.
3. Ich trabe wieder an, und beginne von vorne
4. Nach einigen Wiederholungen bieten viele Pferde auf den äußeren Schenkel bereits ein langsamer bis sogar einen Übergang in den Schritt an
Ganz wichtig: das niiiiieeemals abstrafen! 
Das Pferd versucht es ja richtig zu machen! Es liegt dann an dir, ihm rechtzeitig zu sagen, dass du nur langsamer und nicht durchparieren möchtest.

Insert Video
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