"Mein Weg mit meinen Pferden"

Dickie, mein ältestes Pferd

"Narengo"


Mittlerweile gibt es da draußen so unglaublich viele verschiedene Methoden und Reitweisen. Ich habe damals auf der alten Stute meiner Mutter das Reiten gelernt. Die Stute wurde freizeitmäßig "englisch" geritten. Nach einigen Jahren in einer Reitschule, kam ich irgendwann in einem kleineren Stall zum Westernreiten.


Mir gefiehl vor allem die Impulsreitweise und die Idee, das Pferd in Ruhe zu lassen, wenn es alles richtig machte. Als ich mein erstes eigenes Pferd bekam, war mir klar, dass ich mit ihm unbedingt so arbeiten wollte. „Dickie“ und ich hatten bereits am Anfang endlos viele Diskussionen und ich musste feststellen, dass mir Trainer zwar immer wieder weiterhelfen konnten, aber DEN Schlüssel für meinen arabischen Dickkopf fand niemand. Und das war auch gut so. Denn in dieser Zeit begann ich, mich selbst mit Pferdetraining immer mehr zu beschäftigen. Und mir wurde klar, dass das vor allem Arbeit an Mir bedeutete.


Gleichzeitig war ich fasziniert von der Turnierwelt. Aber von Anfang an war klar, mit Dickie wird das nicht nach Schema F funktionieren. Ich wollte es auf Unsere Weise machen. Die hat uns zwar schrecklich viel Mühe, immer wieder Enttäuschungen und einen Haufen Tränen gekostet. Bis wir soweit waren, dass er jede Prüfung anstandslos gelaufen ist und sogar eine Reitschülerin mit ihm starten konnte.


Judith mit ihrem Seelenpferd

"AMY"


Auch mit Amy hatte ich ein Pferd, dass nicht immer leicht zu überzeugen war. Dazu kommt, dass sie unglaublich sensibel ist und vor allem auf dem Turnier meine Anspannung nicht einordnen konnte. 


In all der Zeit, war ich mit den Zweien auf vielen Kursen unterwegs und habe mir überall das rausgesucht, was ich als gut für uns empfand.
Irgendwann kam jedoch der Moment an dem ich merkte, dass ich keine Lust mehr hatte. Auf eine recht ver-rückte Szene, in welcher der "Sieg" nicht immer bestes Reiten bedeutete. 


Da ich bis dahin schon eine Weile als mobile Pferdetrainerin und Reitlehrerin unterwegs war, sah ich einige Dressurtrainer, die mich beeindruckten und überzeugten.


Judith mit Amy

"THEO"

 
Wie es das Schicksal so will kam ich über drei Ecken zu einem herzensguten Oldenburger Wallach, den ich Theo nannte. Der Plan war, mit Theo die Dressur kennen zu lernen.
Doch das Leben hat ja meist andere Pläne. Theo, der sanfte Riese verletzte sich drei Monate nach dem er zu uns gekommen war und galt vorab als nicht mehr reitbar. 


Nachdem ich vom Westernreiten etwas frustriert war und ich das Gefühl hatte, dass Amy und ich davon Abstand brauchen, begann ich Amy nun dressurmäßig zu reiten.


Das haben wir dann ca. 1 Jahr lang gemacht. Bis ich auf zwei Kursen bei Westerntrainern war, welche mich wieder überzeugt haben. Aber dieser kurze „Seperater“ hat uns unglaublich gut getan. Außerdem konnte ich wieder über den Tellerrand blicken und das ist für mich auch so so wichtig. Mittlerweile gibt es für mich nicht mehr DIE Reitweise. 


Kind mit Pferd

Ich reite die Pferde nach bestem Wissen und Gewissen entsprechend der Anatomie jedes einzelnen. Ich mach kein Schema F, denn daran glaube ich nicht. 

Jedes Pferd geht seinen individuellen Weg und dabei möchte ich helfen. 

Ob dabei ein Dreussur-, Western- oder Barocksattel auf dem Pferd liegt, ist mir völlig egal. Solang er passt!

Glücklicherweise, kann ich dank der Equikinetik und einem damit gestalteten Rehaprogramm Theo wieder reiten.



Trainingsphilosophie



Die 3 wichtigsten Dinge im Pferdetraining:

  • achtsamkeit
  • Nichts persönlich nehmen
  • Geduld


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